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WRC

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 Spiel-Infos: WRC
WRC Boxart Name: WRC (EUR)
Entwickler: Traveller's Tales
Publisher: Sony Computer Entertainment Europe (SCEE)
Erhältlich seit: 23. November 2005
Genre: Racer - Simulation
Spieler: 1 - 2
Features:
Ad hoc-Modus
Die WRC Serie hat sich auf der PlayStation 2 bereits sehr gut bewährt und weist gute Absatzzahlen sowie eine spielerisch hohe Qualität auf. Da ist es natürlich nur eine Frage der Zeit, bis der erste PSP-Ableger erscheint und nun ist es endlich soweit. Der Titel trägt den schlichten Namen World Rally Championship, doch ob es mit dem großen Bruder mithalten kann, muss es auf unserer Testetappe erst unter Beweis stellen.
 
Nicht nur schlichter Titel
Nicht allein der Titel WRC an sich klingt recht schlicht, auch die Auswahl an Modi, die Anzahl an freispielbaren Dingen, sowie der Soundtrack sind sehr schlicht gehalten. Insgesamt gibt es neben einer Meisterschaft in drei Schwierigkeitsgraden noch die obligatorischen Singleplayermodi Schnelles Rennen und Einzeletappe. Dazu gesellt sich ein Multiplayer, den man entweder über Wi-Fi austrägt oder man sich abwechselnd die PSP teilt. Die Goodies, die ihr freischalten könnt, sind lediglich ein weiteres Auto je Team. Da muss der kleine PSP-Bruder einfach den Kürzeren ziehen gegenüber der letzten WRC Inszenierung auf der PS2. Außerdem ist der Umfang des Titels auch wesentlich geringer ausgefallen im Vergleich zum ebenfalls für die PSP erhältlichen Colin McRae Rally 2005 plus. Insgesamt hält sich das Angebot also in Grenzen, wodurch natürlich auch die Dauermotivation leidet, denn es ist nicht wirklich spannend zehn oder mehrere gleiche Meisterschaften zu absolvieren, nur um ein weiteres Auto zu bekommen.
 
Spielhallenrallye
Ein weiterer krasser Unterschied zum PSP Konkurrenten Colin McRae ist das Gameplay bei WRC. Der Titel spielt sich mehr wie ein Sega Rally und serviert damit dem Spieler waschechte Arcadekost. Das ist nicht schlecht, da das Handling bei WRC sehr gut gelungen ist. Ihr habt euren Wagen sehr gut im Griff, Schäden haben nicht wirklich eine Auswirkung auf das Fahrverhalten, gewissen Fahrfehler verzeiht euch das Spiel sehr gnädig und auch die Streckenführung ist nicht ganz so anspruchsvoll wie bei einem Colin McRae. Die Drifts gehen sehr locker von der Hand und schon nach wenigen Minuten habt ihr erste richtige Erfolge erzielt. Die Steuerung ist sowohl über das Digitalkreuz als auch über den Analogstick möglich, wobei beide Alternativen sehr gut funktionieren. Ein weiterer Hinweis, dass man auf keine Simulation hinaus wollte, sind die Wertungsprüfungen, wo eure Konkurrenten als Ghostcar eingeblendet werden. Wenn ihr diese überholt, wisst ihr auch gleich auf welcher Platzierung ihr landet. Aufgrund des wählbaren Schwierigkeitsgrades sollte es auch für niemanden ein Problem sein die Meisterschaft zu gewinnen.
 
Tristesse lebe wohl!
Ein großer Kritikpunkt bei Colin McRae waren die grafisch doch wirklich sehr langweiligen Etappen. Die Entwickler von Traveller’s Tales haben sich da bei WRC wesentlich mehr Mühe gemacht. Es erwarten euch tolle Objekte entlang der Strecke, wie wunderschöne Wasserfälle oder nette Städtchen. Außerdem wechseln sich auch die optischen Akzente während einer Etappe häufiger ab, während bei Colin alles einheitlich öde aussah. Die Umsetzung der Sonneneinstrahlung ist wunderschön gelungen, gleichfalls sind die Automodelle sehr gut geraten, wobei da Colin eine Nasenspitze aufgrund schönerer Reflexionen vorne liegt. Die Pfützen bzw. Flüsse in WRC sehen allerdings nicht sonderlich spektakulär aus, doch das ist auch schon fast die einzige optische Schwäche des Titels. Das Schadensmodell ist gut, aber nicht so detailliert wie bei Colin, dafür wird das Verschmutzen eures Wagens sehr authentisch dargestellt.
 Autor:
Sascha Graf
Testbericht
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Screenshots:
Leserwertung:
7.8