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World Tour Soccer

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 Spiel-Infos: World Tour Soccer
World Tour Soccer Boxart Name: World Tour Soccer (EUR)
Entwickler: Sony Computer Entertainment Japan
Publisher: Sony Computer Entertainment Europe (SCEE)
Erhältlich seit: 01. September 2005
Genre: Sport
Spieler: 1 - 2
Features:
Ad hoc-Modus
Pünktlich zum Start der PlayStation Portable hat Sony die Fans auch gleich mit einem Fußball Game versorgt. Nun steht aber mit FIFA und Pro Evolution Soccer die schier übermächtige Konkurrenz bereits in den Startlöchern. Wie hält sich also World Tour Soccer im Fitnesstest?
 
Trikottausch
Als allererstes hat Sony seinem Fußball-Hausverein gleich mal einen neuen Namen verpasst. Und so gibt es hier kein This is Football Portable oder ähnliches, sondern World Tour Soccer. Der Grundgedanke ist jedenfalls nachvollziehbar, denn wirkliche Knaller sind die TIF-Titel nie geworden. Doch was steckt hinter dem neuen Namen?
 
Zunächst einmal bleibt natürlich alles beim Alten: "Das Runde muss in das Eckige“ ist auch hier essentiell! Aber auch die verschiedenen zur Verfügung stehenden Spielmodi sind natürlich bekannt. So kann man in World Tour Soccer neben einer Reihe von internationalen Pokalen wie Welt- und Europameisterschaft auch mit seinem Lieblingsverein (sofern er in der Bundesliga oder anderen erstklassigen Ligen kickt und man genügend Bonus zur Freischaltung gesammelt hat) im Vereinspokal antreten, einem Äquivalent zur Champions League.
 
Da wären wir übrigens schon bei einem kleinen Manko von World Tour Soccer. Was Lizenzen angeht liegt Sonys Fußballgame nämlich zwischen Pro Evolution und FIFA, denn man hat zwar einige gekauft, aber halt längst nicht alle. Und so tummeln sich z. B. in der Deutschen Nationalelf neben Thorsten Frings und Sebastian Schweinsteiger auch solch illustre Herren wie Schroeder, Kuester oder Becker.
 
Einen neuen Spielmodus bietet World Tour Soccer dann doch noch: Der Herausforderungsmodus. Hier tritt man gegen festgelegte Mannschaften an und erhält für gelungene Aktionen, wie erfolgreiche Pässe, saubere Zweikämpfe und natürlich Tore, Punkte, für schlechte und missglückte Aktionen werden im Gegenzug natürlich wieder welche abgezogen. Auch hier erhält man je nach Erfolg und Schwierigkeit, wie auch in allen anderen Modi, Bon(u)s, mit dem man Anfangs gesperrte Teams "freikaufen“ kann. Auch allerhand Belohnungen wie Stadien (insgesamt gib es deren acht), diverse historische Teams, Spielgeräte (Bälle) etc. kann man sich so erspielen.
 
Neuer Name, neues Glück?
Aber seien wir ehrlich, wenn sich World Tour Soccer am Ende tatsächlich zwischen die "zwei Großen“ drängen könnte, würde bei Sony sicher niemand in Tränen ausbrechen. Also weiter im Test, denn wie heißt es so schön: Entscheidend ist auf dem Platz! Und da hat sich gegenüber den bisherigen This is Football-Titeln der PlayStation 2 einiges verändert. Die Steuerung wurde, wie momentan bei Fußballspielen wohl absolut in Mode, auch hier an die des Klassenprimus Pro Evolution Soccer angepasst. Und das ist auch gut so. Denn nun finden sich auch eventuelle Neukunden schneller in das Spielgeschehen ein, die Steuerung ist einfach ergonomischer. Und nicht nur das wirkt sich positiv auf das Gameplay des Spiels aus. Auch die recht ordentlichen Bewegungsabläufe der Kicker und die angemessene Geschwindigkeit runden den Spielverlauf ab. Das gesamte Spiel wirkt nun nicht mehr so arcadelastig wie die Titel der TFS Reihe. Ok, Sony´s World Tour Soccer ist auch keine perfekte Fußballsimulation, dafür ist die Ballphysik und vor allem die KI auf Dauer einfach zu schwach. Manche Fehlpässe (auch und vor allem der eigenen Mitspieler) erinnern schon eher an eine Kreisliga als an Profi-Fußball. Aber dennoch ist Sony´s Enwicklern wirklich ein interessanter Spagat zwischen Arcade und Simulation gelungen. Das Spiel ist schnell "erlernt“ und auch einfach gestaltet, so kommen selbst Einsteiger mit Kurzpass, Steilpass, Dribbling und Schuss schnell zum ersten Torerfolg. Aber genau da hat die Medaille halt auch eine Kehrseite, denn spielerische Traumkombinationen mit Doppelpass, langen, gezielten Flanken u. ä. sind auch "dank“ der KI nicht gezielt anwendbar, und so bleibt es halt beim eher einfachen Kick. Aber dieser gestaltet sich, für ein Sony-Fußballgame überraschend flüssig und motivierend.
 Autor:
Christoph Steimer
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