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White Knight Chronicles: Origins

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Weißer Ritter hilf! Moment mal...
Ihr erinnert euch an das Kampfsystem aus den PS3-Teilen von White Knight Chronicles? Ein recht träges System, welches einzig und allein durch den Einsatz der Ritter aufgepeppt wird. Die fallen in der PSP-Version weg und übrig bleibt ein Standardsystem, welches so in vielen angestaubten Old-School-JRPGs vorkommt, allerdings kaum über eine eigene Dynamik verfügt. Wie in den PS3-Ablegern verfügt ihr auch in Origins über Aktionsslots, welche ihr mit Angriffen füllen könnt. Abermals können sich eure Figuren auf eine einzige Waffe festlegen oder von euch in mehreren Künsten unterrichtet werden. Für die normalen Gegner ist das vollkommen egal. Denn mehr als den üblichen Standardangriff werdet ihr nicht brauchen. Lediglich bei den Bossen müsst ihr euch ein wenig mehr anstrengen. Aber dank recht intelligenter NPCs dürfte auch dies kein all zu großes Problem darstellen. Apropos NPCs: Diese sind recht zahlreich und eure Gruppe ist keinesfalls nur auf die üblichen vier bis fünf Figuren ausgelegt, welche ihr dann auf die vorhandenen Plätze im aktiven Kampfteam verteilt. Ihr könnt neue Kämpfer anwerben und diese in euer Team aufnehmen. Allerdings müsst ihr dann aufpassen, dass ihr gleichmäßig auflevelt, denn das aktive Team ist auf vier Mitglieder begrenzt. Etwas Abwechslung in das Kampfsystem bringen die Optimus-Angriffe, welche ein wenig an Power Rangers erinnern. Eure vier Helden verwandeln sich bei Bedarf in Superkämpfer, welche über besonders starke Attacken verfügen. Das ist aber wie gesagt nur bei Bosskämpfen notwendig. Bei normalen Gegnern müsst ihr einfach nur wild auf den Buttons rumhämmern, dann geben sie den Weg frei.
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Weites Land und doch eingesperrt im Kerker
Die Level als solche sind auf den ersten Blick sehr weitläufig gestaltet. Wenn ihr euch in Wüsten oder Steppen befindet, habt ihr den Eindruck ein weites Land vor euch zu haben. Doch der Schein trügt. Schon bald stellt ihr fest, dass die Schlauchlevel in winzige Räume unterteilt wurden. Was sich die Entwickler dabei gedacht haben, bleibt ein Rätsel. Ihr müsst euch das so vorstellen: Ihr befindet euch zwar in einer weitläufigen Wüste, ein Blick auf die Karte verrät aber, dass im Baukastenprinzip nur ein Raum an den nächsten angehängt wurde. Die weitläufige Wüste ist quasi nur eine Tapete - eine Illusion. Besonders schlimm: Wenn ihr zwischen den Räumen wechselt, plagen euch lange Ladezeiten, die den Spielfluss unterbrechen. Immerhin könnt ihr das Spiel auf eurer Speicherkarte installieren und so die Ladezeiten reduzieren. Ganz verschwinden werden sie dennoch nicht. Zumal nicht nur die Länge der Ladezeiten nervig ist, sondern auch die Häufigkeit in der sie auftreten. Auf Dauer verliert ihr so sämtliche Lust an dem Spiel. Selbt in eurem Hauptquartier, dem Zug, müsst ihr euch mit andauernden Ladezeiten plagen. Das haben scheinbar auch die Entwickler irgendwann gemerkt und eine Kurzwahlfunktion eingebaut. Mit ihr könnt ihr im Zug recht schnell in einen Wagon eurer Wahl wechseln ohne dabei den gesamten Zug durchqueren zu müssen. Optisch bewegt sich Origins auf durchschnittlichem PSP-Niveau. Die Welten sehen zwar gut aus, aber insgesamt vermisst man doch den Detailreichtum der PS3-Ableger. Auch die künstlerische Gestaltung ist bei weitem nicht so gut wie bei den großen Brüdern und wirkt recht austauschbar. Eine Sprachausgabe gibt es auch keine, dafür sind Musik und Soundeffekte auf einem ordentlichen Niveau.
 Autor:
Matthias Hellenthal
Testbericht
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