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Ridge Racer 2

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 Spiel-Infos: Ridge Racer 2
Ridge Racer 2 Boxart Name: Ridge Racer 2 (EUR)
Entwickler: Namco
Publisher: Sony Computer Entertainment Europe (SCEE)
Erhältlich seit: 18. Oktober 2006
Genre: Racer
Spieler: 1-8
Features:
Ad hoc-Modus

Als die PlayStation Portable in die Ladenregale eintrudelte, war Ridge Racer neben WipEout Pure wohl der Titel, der die größte Aufmerksamkeit auf sich zog, was zum großen Teil natürlich an der exquisiten Grafik lag. War diese Verpackung ab, befand sich darunter ein grundsolider Ableger der beliebten Arcade-Reihe, der seiner Tradition treu blieb und damit zwar keine neuen Fans erreichen konnte, aber die alten umso mehr verzückte. Nun ist ein Jahr seit dem EU-Release des Spiels vergangen und schon steht die Fortsetzung zum gelobten Arcade-Racer fix und fertig in den Läden. Ob das ein gutes Zeichen ist…?

Ein Jahr später…
War schon der erste Teil für die PSP ein Sammelsurium von altbekannten Strecken, Musiken und Fahrzeugen, machten sich die Mannen von Namco für die Fortsetzung gar nicht erst die Mühe an diesem Umstand etwas zu ändern und so verkommt Ridge Racer 2 zu einem Add-on zum Vollpreis. Die wahrlich großartigen Ambitionen der Entwickler, die sie für dieses vermeintliche Sequel an den Tag legten, zeigen sich schon beim Introfilmchen, der wohl zum langweiligsten (und kürzesten) gehört, was je aus Namcos Renderstube ans Licht der Öffentlichkeit geraten ist. Ist danach auf umständliche Art und Weise der Name des Spielers eingegeben worden, springt euch mit dem Erreichen des Menüs die unglaubliche Faulheit der Entwickler mitten ins Gesicht: Das Menü wurde samt Sprecherin und Hintergrundmusik wirklich 1 zu 1 aus dem Vorgänger übernommen. Wären die neuen Modi nicht da, ihr würdet absolut keinen Unterschied sehen.
Die neu hinzugekommenen Modi tun sich leider keine Mühe, den Ärger um die Faulheit der Designer zu besänftigen. Im so genannten Survival-Rennen scheidet der jeweils letzte Fahrer der Renngruppe aus, bis sich nur noch ein Fahrer auf der Strecke befindet und damit zum Sieger ernannt wird. Im Duell-Modus tretet ihr gegen einen einzigen Gegenfahrer an, der dafür etwas mehr Zunder gibt, als die üblichen Konkurrenten. Da ihr keinerlei Belohnungen für die Absolvierung der neuen Modi erhaltet, kann es gut vorkommen, dass diese beiden drögen Rennvarianten nach dem einmaligen Bestehen nie wieder angewählt werden. Und wozu auch? Der mit Abstand größte Spaß vermittelt wie immer die World Tour, die dankenswerter Weise auch nicht mit freispielbaren Extras geizt und damit auch einige Längen übersteht. Die World Tour, die diesmal in drei Schwierigkeitsgrade gespielt werden kann, führt den Spieler unzählige Male über die gleichen 21 Strecken (12 waren es im Vorgänger), die restlos aus den Prequels der Ridge Racer Reihe bekannt sind. Richtig gehört, wieder hat es Namco nicht für nötig befunden, auch nur eine einzige neue Strecke zu designen. Der Ablauf der World Tour hat sich natürlich ebenfalls nicht geändert: Ihr beginnt mit einem Gurkenauto, spielt höhere Turniere durch erfolgreich bestandene Rennen frei und besteht diese mit immer schnelleren Flitzer, die ihr zuvor als Siegprämie erhalten habt.
 Autor:
Oliver Sautner
Testbericht
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Screenshots:
Leserwertung:
7.3