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Naruto Shippuden: Kizuna Drive

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Um richtig Schaden zu machen, was vor allem bei Endgegnern wichtig wird, könnt ihr eine Teamattacke ausführen, dazu müsst ihr den Gegner erst einmal windelweich kloppen bis er betäubt ist und dann die Tastenkombination für die Teamkombo benutzen. Darauf folgt ein interessantes Minispiel: Das Viererteam ist kreisförmig angeordnet und die vier Haupttasten auf eurer PSP entsprechen euren Mitstreitern, bzw. ist das Kreuz der Finisher. Aber ehe ihr den Gegner finishen solltet, schleudert ihr ihn hin- und her. Es wird aber immer schneller und der Clou ist, dass ihr nicht zu demjenigen zurückschleudern könnt, wo er gerade herkommt, so dass euer Daumen nicht einfach auf einer Taste verharren kann, um im richtigen Moment zurückzuschlagen. Seid ihr zu langsam, schlägt die Kombo fehl, ansonsten macht ihr massiven Schaden, speziell je länger ihr durchgehalten habt. Ab einer Kombo von etwa 30 Schlägen wird es aber unverhältnismäßnig schneller, so dass das Timing extrem schwierig ist, vor allem sich darauf einzustellen. Aber gerade sowas macht ja Spaß: Kenne deine Grenzen, finishe rechtzeitig!

Kamerasteuerung
Bei eigentlich allen actionlastigen Spielen aus der dritten Dimension stellt sich die Frage nach der Kamera. Hier ist es so gelöst, dass ihr mit L und R die Kamera drehen könnt; drückt ihr beide gleichzeitig, stellt sie sich zentral hinter euren Rücken. Da die Gegner aber nicht schert, wie ihr gerade die Kamera gestellt habt, wird es manchmal schon nervig – eine Lock-on-Funktion gibt es leider nicht, also könnt ihr die Kamera nicht auf einen bestimmten Gegner fixieren; wäre schön gewesen. Während ihr manchmal Probleme mit der Kamera habt, haben vor allem die Gegner das Problem von Klippen gestoßen oder gegen Wände gedonnert werden zu können, was viel Spaß macht. In der Umgebung befinden sich auch zerstörbare Elemente wie Felsen oder auch ein paar Bäume.

Am Ende einer Mission bekommt ihr eine Bewertung, die ihr aber schon während der Mission einschätzen könnt, denn sie besteht aus Punkten für selbst erlegte Gegner, dessen Punktezähler ihr jederzeit auf dem Display seht, und einem Malus für gestorbene Charaktere, die ihr übrigens in einem ruhigen Moment wiederbeleben könnt. Je nachdem wie ihr abgeschnitten habt, bekommt ihr unterschiedlich viele Schriftrollen nach der Mission geschenkt. Diese Schriftrollen könnt ihr dann außerhalb einer Mission den Charakteren ausrüsten, damit sie mehr Stärke, Chakra, Gesundheit haben oder gegen Verwirrung, Vergiftung o.ä. immun sind. Ausrüsten könnt ihr außerdem noch bis zu vier Jutsu (Attacken) bzw. Werkzeuge, etwa für Sakura das Heil-Nin-Jutsu oder Shuriken.

Die Musik des Spiels passt perfekt zu Naruto, ist aber teilweise etwas eintönig, was wohl daran liegt, dass die einzelnen Lieder nur wenige unterschiedliche Abschnitte haben. Allerdings bekommt man davon bei den ganzen Actionszenen, außer in den Menüs, kaum etwas mit. Die Grafik ist sehr stimmig, die Charaktere wirken wie aus einem Anime, nur etwas eckiger. Zwar kann die Umgebung da nicht ganz mithalten, aber die Wälder, Gewässer und Wüsten sind auf jeden Fall oberes PSP-Niveau.

FAZIT
Naruto Shippuden: Kizuna Drive bietet dem Fan eine eigenständige Geschichte, die ständig per Animesequenzen weitererzählt wird. Dazu einen Cast von 16 Charakteren, von denen jeweils vier in einer Mission dabei sind. Innerhalb der Missionen wird geschlagen und getreten bis zum Geht-nicht-mehr. Dabei ist jedes Mittel recht: von der Klippe stoßen, gegen Wände hauen, Teamkombo, Chakra-Attacken. Leider halten die Endgegner teilweise etwas zu viel aus, minutenlanges Einschlagen ist sehr erschöpfend – zwar würde man mit der Teamkombo viel Schaden anrichten, aber so einfach lassen sich die Gegner nicht immer dazu hinreißen, sie zu ermöglichen. Das Hauptproblem des Spiels ist, dass die Action zwar im Grunde Spaß macht, aber eigentlich immer auf die gleichen Attackenkombinationen hinausläuft. Für den potenziellen Kunden ist die Rechnung letztlich aber ganz einfach: Wer kein Problem damit hat etwas mehr draufzudreschen und Lust auf einen neuen Naruto-Anime hat, der wird mit diesem Titel einen fuchsteuflischen Spaß haben.


Daher für Einzelspieler ordentlich bis gut und im Mehrspielermodus ordentlich.
 Autor:
Marc Ziesemann
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