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Midway Arcade Treasures: Extended Play

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 Spiel-Infos: Midway Arcade Treasures: Extended Play
Midway Arcade Treasures: Extended Play Boxart Name: Midway Arcade Treasures: Extended Play (EUR)
Entwickler: Digital Eclipse Software
Publisher: Midway
Erhältlich seit: 17. Februar 2006
Genre: Genre-Mix
Spieler: 1 - 2
Features:
Ad hoc-Modus
Bereits Namco hat mit der Museum Battle Collection eine Compilation alter Arcade-Klassiker mehr oder minder gelungen auf die PSP gebracht. Midway tut es dem japanischen Entwickler nun gleich und präsentiert in Midway Arcade Treasures: Extended Play für Sonys Handheld insgesamt 18 Zeugnisse seiner Spielhallenwurzeln der 80er Jahre und frühen 90er. Garniert wird der Ausflug ins Retro-Universum außerdem mit Ad hoc-Funktionen. Erwartet uns eine würdige Umsetzung bekannter Kassenschlager der Vergangenheit?
 
Keine Macht den Beat ´em Ups
Betrachten wir die Rückseite der UMD-Verpackung, muss der deutsche PSP-Gamer bereits vor dem Einlegen des Spiels einen ersten, herben Rückschlag hinnehmen. Die vermutlich größten Schätze der Kollektion, nämlich die ersten drei Teile der Mortal Kombat-Reihe, sind auf Grund der nach wie vor andauernden Indizierung komplett von der Disc gestrichen. Nichtsdestotrotz tummeln sich auch unter dem Rest der Midway Arcade Treasures zahlreiche nahmhafte Classics, die ihrem Namen grundsätzlich durchaus Ehre machen können und durch diverse Remakes auch Zockern späterer Stunde ein Begriff sein könnten. Der Vollständigkeit halber sind das Spy Hunter, Sinistar, Defender, Paperboy, 720, KLAX, Joust, Marble Madness, Toobin', Rampage, Gauntlet, Rampart, Wizard of Wor, Xybots, Championship Sprint, Arch Rivals, Cyberball 2072 und Xenophobe. Abgesehen von den ersten fünf bietet dabei alle genannten Games auch Ad hoc-Mehrspielerfeatures via Wi-Fi, dabei spielabhäbgig sowohl kooperativer als auch adversativer Natur.
 
Wir möchten nicht auf jeden einzelnen dieser Titel eingehen, an Hand ausgewählter Beispiele lassen sich jedoch hervorragend die Stärken und leider auch vor allem die Schwächen von Midway Arcade Treasures: Extended Play aufzeigen. Genretechnisch lassen sich die meisten Games in Action- und Geschicklichkeitsspiele einordnen. Mit Sinistar, Xenophobe und nicht zuletzt Defender finden sich einst hochkarätige Shoot ´em Up-Vertreter im Sortiment von Midway Arcade Treasures, Spy Hunter gewährt Einblicke in eine Zeit, zu der heutige Action-Racing-Games à la Pursuit Force eher noch Geschicklichkeitsspiele waren, Rampage setzt in der Haut dreier verschiedener Monster gänzlich auf absolute Haudrauf-Action, wenn es darum geht, ganze Stadtbezirke nacheinander dem Erdboden gleich zu machen.
 
Rampart hingegen verlangt durchaus eine Prise taktisches Geschick und Fingerspitzengefühl - im mittelalterlichen Szenario müsst ihr hier Burgen gegen Feindfeuer verteidigen und gleichzeitig versuchen, die gegnerische Festung mit euren Kanonen zu zerstören. Nach jeder Feuerrunde gilt es, die eingestürzten Burgmauern unter Zeitdruck mit Steinen zufallsgenerierter Form wieder aufzurichten - hier bedarf es einer raschen Auffassungsgabe, die jeweiligen Mauerteilvorgaben passend zu platzieren. Wer nicht rechtzeitig einen geschlossen Wall um sein Fort zu errichten im Stande ist, hat verloren. In Marble Madness schließlich ist Feingefühl gefragt: Hier steuert ihr vorsichtig eine Murmel durch verschiedene Parcours, darum bedacht, sie so schnell wie möglich ins Ziel zu rollen, allerdings zu vermeiden, zu oft von der Bahn weg in den Abgrund zu stürzen.
 Autor:
Tobias Gase
Testbericht
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Screenshots:
Leserwertung:
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