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God of War: Ghost of Sparta

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Doch scheinbar reicht es nicht, dass wir es hier mit mit einem optischen Meisterwerk zutun haben, denn auch akustisch wird der Spieler hier bis aufs Letzte verwöhnt. Zugegeben sind nicht alle Stücke aus dem Soundtrack wirklich neu, sondern traten bereits in einem der vorherigen vier Teile auf, dennoch fügen sie sich perfekt in die Auswahl an neukomponierten Stücken ein und bilden so ein harmonisches Ganzes. Gemeinsam mit den wirklich fabelhaften deutschen Sprechern untermalen sie perfekt die Atmosphäre, die Kratos auf seinem blutigen Pfad begleitet.
Göttlich?
Auch wenn schließlich nach ein paar wenigen, aber spannungsgeladenen Stunden der Abspann über den Bildschirm geflimmert ist, gibt es noch immer einiges zu tun. Nach dem erstmaligen Beenden des Storymodus schalten sich auch automatisch die Herausforderungen der Götter frei, in denen Kratos erneut bestimmte Bedingungen unter höchstem Druck erfüllen muss, um zu bestehen. Auch im Tempel des Zeus gibt noch einiges zu sehen: Gegen eine Gebühr von roten Orbs kann man hier unter anderem alternative Kostüme für den Kriegsgott, Designentwürfe oder Videos erwerben. Doch jedem Spieler, der sich bereits ein wenig näher mit der God of War-Reihe auseinander gesetzt hat, wird schnell auffallen, dass Ghost of Sparta sich eher an bereits bekannte Elemente klammert und nahezu keine neuen Experimente versucht. Eine kleine Prise von etwas Neuem, damit es sich nicht spielerisch so anfühlen würde, als hätte man Chains of Olympus Version 1.5 ist wohl das, was dem Titel am meisten fehlt.

FAZIT
Nein, Ghost of Sparta muss sich sicherlich nicht vor der eigentlichen Trilogie verstecken. Die Präsentation ist unglaublich und die grafische Gestaltung so ziemlich das Beste, was Sonys Handheld derzeit zu bieten hat. Ready at Dawn versteht eindeutig, was es heißt ein echtes God of War zu machen und zieht mit diesem Titel einmal mehr alle PSP-Besitzer in ihren Bann. Doch auch wenn die Atmosphäre, die Präsentation und die Schlachten allesamt auf einem sehr hohen Niveau glänzen, wäre ein bisschen mehr Innovation, ein bisschen mehr Neues von unserem Kriegsgott als I-Tüpfelchen wirklich wünschenswert gewesen. So als kleiner, letzter Schritt, der doch Großes hätte bewirken können.
 Autor:
Barbara Bleier
Testbericht
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Leserwertung:
9.7