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Dissidia 012 [duodecim]: Final Fantasy

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In allen Punkten besser als der Vorgänger?
Doch selbst wenn Square Enix die meisten Kinderkrankheiten des Erstlings erfolgreich ausgebügelt hat, so klammert es sich doch an so manchen Eigenheiten, die bereits im Vorgänger eher schwach waren. So ist die Story doch sehr flach gehalten und weiß zu langweilen. Der Antrieb immer und immer weiter zu spielen, bis man schließlich alle Einzelheiten der Geschichte aufgedeckt hat, kommt gar nicht erst richtig auf. Aber da es sich bei Dissidia letztendlich ja doch "nur" um ein - wenn auch bei weitem nicht klassisches - Action-RPG mit Beat ‘em Up-Elementen, und eben nicht um ein storybasiertes Rollenspiel, handelt, ist dies auch nicht so tragisch. Schade ist jedoch, dass viele der Figuren ihren eigenen Charme völlig verloren zu haben scheinen und auf ein paar wenige Eigenschaften reduziert wurden. Die übertrieben bedeutungsschwangeren Dialoge mit ihren Mitstreitern und Feinden reißen dabei natürlich auch nichts heraus. Gerade in einer so wunderbar aufgezogenem Franchise wie Final Fantasy hatte man sich auch zutiefst gewünscht, dass die Oberwelt, die man mit seinen Helden durchquert, nicht ganz so steril und leer wirkt, wie sie letztendlich geworden ist. Wünschenswert wäre zudem gewesen, dass sich die Multiplayermöglichkeiten nicht lediglich auf einen lokalen Mehrspielerpart beschränken, sondern auch ein Online-Modus vorhanden wäre. Zuletzt verdient allerdings auch die Lokalisierung des Titels eine ganz besondere Erwähnung. Dass viele Titel lediglich über eine englische Sprachausgabe verfügen sollte ja heutzutage keinerlei Überraschung mehr sein. Und auch immer öfters tritt es ein, dass auch die Untertitel und Menütexte nunmehr vollkommen in der englischen Sprache verfasst wurden und auf eine Übersetzung verzichtet wurde. Dissidia 012 macht in dieser Hinsicht allerdings den Eindruck, als wäre dem Übersetzungsteam mitten in der Arbeit die Lust daran vergangen. So liegen zwar sämtliche Untertitel und Tutorialtexte in unserer Muttersprache vor, währenddessen bei sämtlichen Menübeschreibungen und den aus dem Erstling bekannten Mogrybriefen jedoch mit der Übersetzung gespart wurde und diese daher nur in englischer Sprache auf der UMD vorhanden sind.
FAZIT
Ein jeder Fan der Final Fantasy-Franchise kann auch hier, bei Dissidia 012 [duodecim]: Final Fantasy, wieder einmal bedenkenlos zugreifen. Zwar halten sich die Änderungen seit Dissidia: Final Fantasy doch sehr stark in Grenzen, doch werden euch die insgesamt acht neu hinzugekommen Charaktere, Konter-Manöver, Assists, der überragende Soundtrack, und die vielen zusätzlichen Extras, wie zusätzliche Alternativkostüme, die auf der UMD enthalten sind, viele Stunden an die PSP fesseln. Wer allerdings bereits vom Erstling nicht besonders angetan war, der wird sich auch letztendlich mit Dissidia 012 [duodecim] nicht sonderlich anfreunden können, da sich in Sachen Gameplay nicht wirklich viel getan hat und es handelt sich prinzipiell eher um ein Update des Ersten Teiles. Wie auch schon beim Vorgänger gilt auch hier wieder, dass Square Enix eher versucht ein Spiel für direkte Fans als für Final Fantasy-Neueinsteiger zu schaffen. Doch selbst wenn diese so manche Anspielung auf das Universum der Charaktere nicht so einfach verstehen werden, so kann dieser Titel doch eventuell für den ein oder anderen der Einstieg in die famose Welt des Final Fantasy-Kultes sein.

Daher für Einzelspieler und im Mehrspielermodus sehr gut.
 Autor:
Barbara Bleier
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