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Dissidia 012 [duodecim]: Final Fantasy

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Ready? Fight!
Ein Spiel, das sich nur ums Kämpfen allein dreht, steht und fällt natürlich mit seinem Kampfsystem. Frei nach dem Motto „ändere nie ein funktionierendes System“ hat auch hier Square Enix größtenteils das bereits bewährte System des Erstlings unangetastet gelassen und nur an ein paar Ecken und Enden ein paar Kleinigkeiten verbessert. Der Spieler navigiert seinen Charakter noch immer frei in der großen Arena umher und kann seinen Gegenspieler mithilfe von Bravery- oder HP-Attacken direkt angreifen. Durch erste ist es euch möglich eurem Gegner dessen Bravery-Punkte zu stehlen und eurem eigenen Konto zuzuschreiben. Ist dieses dann ausreichend gefüllt und ihr startet einen HP-Angriff, zieht ihr eurem Gegner genauso viele Lebenspunkte ab, wie ihr auf eurem Konto Bravery-Punkte verbuchen konnte.
Neu dabei sind auch die sogenannten Assist-Charaktere, sowie spektakuläre Konter-Manöver. Bei diesen Assists könnt ihr einen weiteren Charakter bestimmen, der sozusagen nur auf ein Kommando von euch warten, um euch zu Hilfe zu eilen. Dadurch entstehen viele neue Möglichkeiten für neue Kombos und darauf aufbauende Strategien. Aber Vorsicht! Wird euer Assist Charakter durch eine bereits aus Teil 1 bekannte Ex-Attacke angegriffen, so kann dieser für einige Zeit nicht eingesetzt werden. Für die Art Rollenspieler, die sich bislang nicht so recht mit den Action-Einlagen anfreunden konnten, wurde erfreulicherweise noch eigens ein weiteres Kampfsystem eingeführt, das an die traditionellen Final Fantasy Titel erinnert.Besonders lobenswert: Auch wenn ein ähnliches, aber eher wenig ausgeklügeltes, System bereits ebenfalls im Vorgänger integriert war, so hat sich Square Enix dieses Mal doch Mühe gegeben, diesen Modus gravierend zu verbessern. Soll heißen, nun hat man auch, wenn man dieses Kampfsystem präferiert deutlich weniger Nachteile gegenüber dem Echtzeit-System, als wie es noch im Erstling der Fall war.

Auf freiem Fuß...
Doch während man im Erstling zwischen den einzelnen Kämpfen seine Figur stets auf einem schachbrettartigen Spielfeld navigiert und so gegen weitere Gegner antreten lässt, sowie Schatztruhen einsackt, wurde in Dissidia 012 das Spiel um eine frei begehbare Weltkarte erweitert. Auf dieser trifft man noch auf weitere Widersacher, weitere Schätze... Aber um das bewährte System kommt man jedoch trotzdem nicht herum. An mehreren Stellen der Oberwelt sind Portale auffindbar, die den Spieler in die altbekannten Dungeons bringen, wie sie bereits im Vorgänger vorgekommen sind. Doch neben den storyrelevanten Dungeons, sind auch noch ein paar weitere in der Oberwelt verstreut, die der Charakter wieder und wieder zu Übungszwecken aufsuchen kann, um noch das ein oder andere Level aufzusteigen, bevor er sich an den nächsten harten Kampf gegen einen starken Widersacher stürzt und die Geschichte vorantreibt. Doch die Freiheit, die dem Spieler hier vorgegaukelt wird ist letztendlich nur eine Farce. Tatsächlich jedoch wirkt diese einfach zu statisch und das Spielgefühl dennoch zu linear - trotz scheinbar freier Wahl, wohin man denn als nächstes geht. Netter Versuch, Square Enix, aber ihr könnt das doch besser! Aber auch ein Editor ist vorhanden, in dem ihr euch ganz einfach eigene Quests zusammenbauen und mit eigenen Dialogen zusammenbauen könnt.
 Autor:
Barbara Bleier
Testbericht
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